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Abnehmen ohne Diät: 3 Fragen, die wirklich zählen

7. Oktober 2026 · 13 Min.
Kurz gesagt

Für jede Veränderung brauchst du drei Fragen: Wie geht das? Was muss ich tun? Und warum will ich das wirklich? Die meisten starten mit Wie und Was. Dauerhaft hält es erst, wenn du dein Warum kennst.

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Wie stark steuert Stress dein Essverhalten – und was kostet dich das im Job und im Leben?Zum Selbsttest
Du nimmst dir vor, gesünder zu essen und mehr Sport zu machen. Und abends sitzt du trotzdem mit der Chipstüte auf dem Sofa. Das kenne ich gut.
Ich habe mal 135 kg gewogen. Später bin ich Marathon gelaufen. Oft werde ich gefragt: Wie hast du das geschafft? In dieser Folge der MittagsPAUSE erkläre ich, warum das nicht die erste Frage sein sollte.

Wie nehme ich ab?

Die Antwort ist einfach: Du brauchst ein Kaloriendefizit. Du verbrauchst also mehr, als du isst. Dabei verliert der Körper aber nicht nur Fett, sondern auch Muskeln. Darauf solltest du achten.

Was muss ich tun? Und warum reicht Sport allein nicht?

Viele starten mit viel Sport. Danach haben sie großen Hunger. Man überschätzt, was man beim Sport verbraucht, und unterschätzt, was im Essen steckt. Am Ende isst man oft mehr, als man verbrannt hat.
Also braucht es auch eine Umstellung beim Essen. Mit Disziplin und Kontrolle hältst du das eine Weile durch. Aber nicht die nächsten 20 Jahre.

Warum esse ich eigentlich?

Das ist die dritte Frage. Und die wichtigste. Isst du aus Genuss? Aus Hunger? In Gesellschaft? Oder steckt Stress dahinter, den du mit Essen ausgleichst?
Ich habe früher mit der FdH-Diät, „Friss die Hälfte“, und viel Sport in etwa einem Jahr 35 Kilo abgenommen. Gehalten hat es nicht. Irgendwann war die Disziplin weg und die alten Muster kamen zurück.
Erst später habe ich gefragt: Warum sitze ich abends mit der Chipstüte da? Warum kann ich mittags keine normale Portion essen? Da bin ich auf viel Stress und viele Gefühle gestoßen, die ich seit meiner Kindheit mit Essen gedämpft habe. Ich wollte Harmonie, habe keine Grenzen gesetzt und viel runtergeschluckt. Wörtlich. Mehr dazu auf meiner Seite Emotionales Essen.

Wie finde ich mein Warum?

Frag dich: Was willst du in deinem Leben nicht mehr haben? Und was willst du stattdessen?
Bei mir war das mit Mitte 20 ein tiefer Leidensdruck. Ich war zurückgezogen, schüchtern, oft einsam. Eines Abends habe ich an mir heruntergeschaut und meine Zehenspitzen nicht mehr gesehen. Da habe ich mir gesagt: So fett wie heute werde ich nie wieder sein. Dieses Versprechen hat gehalten.

Was braucht es für ein größeres Warum?

Irgendwann bin ich zum ersten Mal 10 Kilometer gelaufen. Dann kam die Idee: Marathon. 2022 lief ich in Köln Marathon. Für die vielen Monate Training brauchte ich ein starkes Warum.
Erst waren es Gründe wie „Das wäre cool“ oder „Ich bin stolz auf die Medaille“. Tiefer ging es um etwas anderes: Ich wollte mir beweisen, dass ich nicht mehr der kleine dicke Junge bin, den ich manchmal noch im Spiegel sah. Obwohl ich da schon bei 79 Kilo war.
Noch größer wurde mein Warum, als es nicht mehr nur um mich ging. Ich habe während der Vorbereitung Spenden für Kinder und Jugendliche mit starkem Übergewicht gesammelt. Damit war ich nicht nur mir verpflichtet, sondern auch ihnen.

Das kannst du heute Abend ausprobieren

Nimm dir eine Sache vor, die du verändern willst. Schreib drei Antworten auf: Wie erreiche ich das? Was muss ich dafür tun? Und warum will ich das wirklich? Dann frag noch einmal tiefer: Warum ist das nicht nur für mich gut, sondern auch für andere?
„So fett wie heute werde ich nie wieder sein.“
Andreas Altmannsberger

Häufige Fragen

Kann man ohne Diät abnehmen?

Abnehmen braucht ein Kaloriendefizit. Dauerhaft hält es aber erst, wenn du verstehst, warum du isst. Eine Diät allein ändert daran nichts.

Warum nehme ich mit Sport nicht ab?

Nach dem Sport hat man oft großen Hunger. Viele essen dann mehr, als sie verbraucht haben, weil sie die verbrannten Kalorien überschätzen.

Wie finde ich mein Warum fürs Abnehmen?

Frag dich, was du in deinem Leben nicht mehr haben willst und was du stattdessen willst. Und dann frag mehrmals nach: Warum ist mir das wirklich wichtig?

Über mich

Ich bin Andreas, systemischer Emotions-Coach für emotionales Essen. Ich habe mal 135 Kilo gewogen. Jahrelang habe ich gegessen, wenn Druck und Stress zu groß wurden. Besser wurde es erst, als ich mich gefragt habe: Warum esse ich? Statt: Was sollte ich essen? Heute lebe ich aktiv und helfe Menschen, ihren Ess-Autopiloten zu stoppen.Kostenloses Kennenlernen
Hinweis: Diese Folge ersetzt keine Therapie. Bei einer Essstörung hol dir bitte ärztliche oder therapeutische Hilfe.