Zum Inhalt springen
← Alle FolgenZu Gast bei Gesund von innen mit Martina Karner

Emotionales Essen: Was steckt wirklich dahinter?

22. April 2026 · 55 Min.
Kurz gesagt

Emotionales Essen hat meist mehrere Ursachen: Stress, Trost, Einsamkeit oder innerer Druck, oft verstärkt durch alte Glaubenssätze aus der Kindheit. Diäten allein ändern daran wenig. Hilfreich ist, die eigenen Muster zu erkennen und Schritt für Schritt neue Wege zu finden.

Hören auf
Wie stark steuert Stress dein Essverhalten – und was kostet dich das im Job und im Leben?Zum Selbsttest
Viele kennen den Moment: Du isst, obwohl du satt bist. Und du weißt nicht genau, warum. Danach fühlst du dich schlechter als vorher.
Über die Gründe dafür habe ich mit Martina Karner in ihrem Podcast Gesund von innen gesprochen. Ich erzähle dort auch meine eigene Geschichte.

Was sind die Ursachen für emotionales Essen?

Es gibt selten nur eine. Häufig sind es:
  • Stress: Essen als schnelle Entlastung.
  • Trost: Essen, wenn es einem schlecht geht.
  • Einsamkeit: Essen als Gesellschaft.
  • Innerer Druck: Essen als kurze Pause vom eigenen Anspruch.

Welche Rolle spielen Kindheit und Glaubenssätze?

Eine große. Wer als Kind gelernt hat, dass Essen tröstet oder belohnt, greift als Erwachsener oft automatisch darauf zurück. Dazu kommen Sätze wie „Ich muss stark sein“ oder „Erst die Arbeit, dann ich“. Sie sorgen dafür, dass man eigene Bedürfnisse übergeht.

Meine Geschichte

Ich war viele Jahre übergewichtig und habe Mobbing erlebt. Essen war lange mein Weg, mit Druck umzugehen. Als IT-Projektleiter kam der Stress im Job dazu. Am Ende wog ich 135 kg. Der Wendepunkt hatte wenig mit Diäten zu tun, sondern damit, dass ich angefangen habe zu verstehen, warum ich esse.

Warum wirken Diäten allein oft nicht?

Weil sie am Teller ansetzen, aber nicht an den Gedanken und Gefühlen davor. Das Muster bleibt. Sobald der Stress zurückkommt, kommt auch das Essen zurück.

Wie lassen sich alte Muster durchbrechen?

Nicht mit einem großen Schritt, sondern mit vielen kleinen. Zuerst erkennen, wann das Muster startet. Dann eine kleine Pause dazwischen schieben. Mit der Zeit wird die Pause größer und der Automatismus schwächer. Mehr Hintergrund und aktuelle Studien findest du auf meiner Seite Emotionales Essen.

Das kannst du heute Abend ausprobieren

Schreib dir abends einen Satz auf: Wann hatte ich heute Lust zu essen, ohne Hunger zu haben? Kein Urteil, nur notieren. Nach einer Woche erkennst du dein Muster.
„Der Wendepunkt hatte bei mir wenig mit Diäten zu tun. Er hatte damit zu tun, dass ich mich selbst ernst genommen habe.“
Andreas Altmannsberger

Häufige Fragen

Was ist emotionales Essen?

Essen als Reaktion auf Gefühle wie Stress, Trauer oder Einsamkeit, nicht auf körperlichen Hunger.

Kann man emotionales Essen loswerden?

Ja, viele schaffen es, das Muster deutlich zu schwächen. Es braucht Zeit und einen Blick auf die Auslöser.

Ersetzt diese Folge eine Therapie?

Nein. Bei einer Essstörung hol dir bitte ärztliche oder therapeutische Hilfe.

Über mich

Ich bin Andreas, systemischer Emotions-Coach für emotionales Essen. Ich habe mal 135 Kilo gewogen. Jahrelang habe ich gegessen, wenn Druck und Stress zu groß wurden. Besser wurde es erst, als ich mich gefragt habe: Warum esse ich? Statt: Was sollte ich essen? Heute lebe ich aktiv und helfe Menschen, ihren Ess-Autopiloten zu stoppen.Kostenloses Kennenlernen
Hinweis: Diese Folge ersetzt keine Therapie. Bei einer Essstörung hol dir bitte ärztliche oder therapeutische Hilfe.