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← Alle FolgenZu Gast bei Um-Möglichkeiten mit Mathias Benesch

Abnehm-bar? Wenn Essen fehlende Bedürfnisse ersetzt

30. Juni 2026 · 70 Min.
Kurz gesagt

Emotionales Essen ist oft ein Versuch, ein Bedürfnis zu erfüllen, das gerade zu kurz kommt: Ruhe, Nähe, Anerkennung oder eine Grenze. Wer dieses Bedürfnis erkennt, braucht das Essen dafür seltener.

Hören auf
Wie stark steuert Stress dein Essverhalten – und was kostet dich das im Job und im Leben?Zum Selbsttest
Du stehst vor dem offenen Kühlschrank. Du weißt nicht genau, was du suchst. Hunger ist es nicht. Aber irgendetwas fehlt.
Über genau dieses Gefühl habe ich mit Mathias Benesch in seinem Podcast Um-Möglichkeiten gesprochen. Eine lange Folge, fast 70 Minuten, die über Stressessen hinausgeht.

Was steckt hinter emotionalem Essen?

Meist ein Bedürfnis, das nicht gelebt wird. Wer den ganzen Tag für andere da ist, bekommt selbst wenig. Essen ist dann der schnellste Weg, sich etwas Gutes zu tun. Es tröstet, es belohnt, es füllt eine Lücke.

Welche Bedürfnisse stillen wir mit Essen?

  • Ruhe: endlich einen Moment für sich haben.
  • Nähe: sich gehalten fühlen, wenn niemand da ist.
  • Anerkennung: sich selbst belohnen, wenn sonst keiner es tut.
  • Grenze: den Tag beenden, wenn man nicht Nein sagen konnte.

Warum hilft es nicht, sich das Essen zu verbieten?

Weil das Bedürfnis dann bleibt und keinen Ausweg mehr hat. Verbote erhöhen den Druck. Und mehr Druck ist genau das, was zum Essen geführt hat.

Was ich selbst erlebt habe

Ich kenne emotionales Essen und starkes Übergewicht aus eigener Erfahrung. Bei mir ging es lange nicht ums Essen, sondern darum, dass ich mir selbst keinen Raum gegeben habe. Erst als ich das verstanden habe, hat sich etwas verändert. Heute begleite ich vor allem Frauen mit viel Verantwortung im Job, die genau das kennen.

Das kannst du heute Abend ausprobieren

Wenn du vor dem Kühlschrank stehst, frag dich einen Satz: Was würde mir jetzt wirklich guttun, wenn Essen keine Option wäre? Du musst nichts ändern. Nur die Antwort hören.
„Essen ist nicht der Feind. Es ist ein Bote. Es zeigt dir, dass dir gerade etwas fehlt.“
Andreas Altmannsberger

Häufige Fragen

Ist emotionales Essen dasselbe wie Stressessen?

Nicht ganz. Stressessen ist eine Form davon. Emotionales Essen kann auch durch Einsamkeit, Langeweile oder Traurigkeit ausgelöst werden.

Woran erkenne ich, ob ich ein Bedürfnis mit Essen stille?

Ein Hinweis: Du isst, obwohl du satt bist, und fühlst dich danach nicht besser, sondern schlechter.

Brauche ich dafür eine Therapie?

Nicht unbedingt. Bei einer Essstörung hol dir aber bitte ärztliche oder therapeutische Hilfe.

Über mich

Ich bin Andreas, systemischer Emotions-Coach für emotionales Essen. Ich habe mal 135 Kilo gewogen. Jahrelang habe ich gegessen, wenn Druck und Stress zu groß wurden. Besser wurde es erst, als ich mich gefragt habe: Warum esse ich? Statt: Was sollte ich essen? Heute lebe ich aktiv und helfe Menschen, ihren Ess-Autopiloten zu stoppen.Kostenloses Kennenlernen
Hinweis: Diese Folge ersetzt keine Therapie. Bei einer Essstörung hol dir bitte ärztliche oder therapeutische Hilfe.